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Geschichte der Palliative Care im Wallis - Oberwallis

Im Kanton Wallis begann 2004 auf Initiative der Schweizerischen Krebsliga (SKL) und der damaligen Schweizerischen Gesellschaft für palliative Medizin, Pflege und Begleitung (heute palliative ch) die eigentliche Entwicklung der Palliative Care. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde eine spezialisierte Palliative Care nur im Unterwallis im Spital Gravelone (ab 1991) und ab 1992 von der Association Francois Xavier Bagnoud (FXB ) für die Pflege zu Hause angeboten

Eine gesamtkantonale Befragung 2004, welche von der Krebsliga Schweiz und der Schweizerischen Gesellschaft für Medizin und Pflege, durchgeführt worden war, zeigte im Oberwallis das Bedürfnis auf, Palliative Care zu fördern und zu entwickeln. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von verschiedenen Institutionen wurde gebildet. Dies war der Grundstein von Palliative Care Oberwallis. Das Projekt Koordinationsstelle Palliative Care Oberwallis wurde erschaffen und konnte nach einer intensiven und arbeitsreichen Projektphase von 2 Jahren (2008-2009) in den Kompetenzpol integriert und in Mobilen Palliativdienst Oberwallis unbenannt.

Im 2005 wurde die Sektion palliative vs gegründet. Der Vorstand besteht aus Vertretern aus dem Ober- und Unterwallis.

Der Kanton Wallis hat im Jahre 2006 und 2008 Grundlagen geschaffen, in welchen Palliative Care definiert und als Recht für jeden Menschen deklariert wird.

Im Kanton Wallis besteht seit 2007 ein Konzept der Palliativen Pflege. Der Kanton gab zu jener Zeit den Auftrag der Palliative Care an das Gesundheitsnetz Wallis (GNW). Seit 2010 besteht das Kompetenzzentrum Palliative Care mit den 2 Kompetenzpolen im Ober- und Unterwallis. Hier wurde zu dieser Zeit die Association Francois Xavier Bagnoud (CFXB) aufgelöst und die Mitarbeiter wurden im Kompetenzpol Martigny aufgenommen.

Das Spitalzentrum Oberwallis Standort Brig ist der Kompetenzpol Palliative Care und besteht aus dem Stationären Bereich mit 8 Palliativ-Betten, Abteilung Onkologie/Palliativpflege, und dem Mobilen Palliativdienst Oberwallis.

Die Fachhochschule Westschweiz Standort Visp hat eine wichtige Rolle in der Förderung der Palliative Care übernommen. In den letzten 7 Jahre (2005-2010) wurden Grundmodule (4-7 Tage), spezifische Module, Grundkurs und Module für Pflegehilfen und Fachangestellte Gesundheit und Palliative Care CAS durchgeführt.